Erfahrungsberichte

Folienzentrum Kulmbach: 200 Aufträge im Monat | Meisterwerk

Geschrieben von Eva-Maria Morton de Lachapelle | Oct 7, 2026, 7:41:10 AM

 

 

Ausgangslage: Post-its, Zettel und zwei Köpfe

Im Oktober 2024 machen sich Karina Muntsch und Jens Birner selbstständig. Beide kommen aus der Folienbranche, beide waren vorher angestellt. Ihr Folienzentrum Kulmbach foliert „eigentlich alles, was irgendwie folierbar ist“, sagt Muntsch. Den größten Teil machen Autos aus, viele davon für Privatkunden. Dazu kommen Schilder, Aufkleber, Textilien und Banner für Firmen. Die Drucker dafür stehen in der eigenen Werkstatt.

Die Aufträge sind fast immer Einzelaufträge: ein Auto hier, ein Banner da, zwischendurch ein kleiner Aufkleber. Genau das macht die Planung schwierig. Am Anfang lief alles über Papier. „Vorher hatten wir ganz viele Zettel, Post-its“, erzählt Muntsch. Das Problem dabei: „Einer hat dann nichts vom anderen gewusst.“

Lange hielten die beiden das nicht durch. Schon kurz nach der Gründung holten sie sich Meisterwerk, „weil es dann schon schnell unübersichtlich geworden ist“.

 

Die Umstellung: Software aus dem alten Job mitgebracht

Die Einführung war für das Folienzentrum kein Thema. Beide kannten Meisterwerk schon von ihrem früheren Arbeitgeber. „Das war für uns gar kein Problem, weil wir das in der Firma, wo wir vorher waren, auch schon hatten“, sagt Muntsch.

Heute nutzen die beiden drei Dinge: Kalender und Planung, die Auftragsverwaltung und die Fotos in der App. Kommt ein Kunde mit seinem Auto vorbei, schauen sie sich das Fahrzeug gemeinsam an, machen Fotos mit dem Handy und laden sie direkt in den Auftrag. „Dann haben wir es gleich am PC“, sagt Muntsch. Niemand muss Bilder vom Handy auf den Rechner schieben oder per Messenger weiterleiten.

Angebote und Rechnungen schreiben die beiden weiter über DATEV, weil sie so am einfachsten mit ihrem Steuerberater zusammenarbeiten. Meisterwerk übernimmt den Teil davor: Wer kommt wann, was ist zu tun, wie sieht das Auto aus.

Das Ergebnis: Nichts geht mehr verloren

Für Muntsch zählt vor allem der gemeinsame Stand. „So kann man einfach reinschauen und weiß, wie der Stand ist, und weiß, ob der Kunde schon angelegt ist.“ Ruft ein Kunde an, muss keiner erst den anderen fragen.

Bei rund 200 Aufträgen im Monat summiert sich das. „Wir haben letztens gerechnet: Wir haben eigentlich jeden Tag mindestens zwei Autos da, eher drei“, sagt Muntsch. Dazu kommen die vielen Kleinaufträge. „Wenn jemand einen kleinen Aufkleber braucht, das muss ja auch gemacht werden. Da kommt schon eine ganz schöne Summe zusammen.“

Wie viel Zeit das spart, schätzt sie vorsichtig: „Wenn ich das jetzt alles irgendwo anders eintragen müsste: bestimmt fünf, sechs Stunden die Woche.“ Wichtiger noch als die Stunden ist ihr die Sicherheit. Auf die Frage, ob sie durch Meisterwerk mehr Aufträge schaffen, antwortet sie ohne Zögern:

„Ja, auf jeden Fall. Weil wir dadurch nichts vergessen. Andere haben ja scheinbar oft das Problem, dass Sachen vergessen werden oder der eine nicht weiß, was der andere macht. Das Problem haben wir gar nicht.“ Karina Muntsch, Mitinhaberin Folienzentrum Kulmbach

 

Worauf es in der Fahrzeugfolierung ankommt

In einem Folierbetrieb kommt fast jeder Auftrag mit einem Fahrzeug auf den Hof. Deshalb lohnt es sich, den Zustand des Autos schon bei der Annahme mit Fotos festzuhalten, direkt im passenden Auftrag. So findest du die Bilder später wieder, wenn es um Maße, Motiv oder Details am Lack geht. Genauso wichtig: Kleinaufträge wie ein einzelner Aufkleber gehören in dieselbe Planung wie die große Vollfolierung. Sonst rutschen sie durch. Und wer zu zweit arbeitet, braucht einen Stand, den beide jederzeit sehen, vom Handy in der Halle genauso wie am PC im Büro. Mehr dazu, worauf kleine Betriebe bei der Software-Wahl achten sollten, liest du in unserem Ratgeber Handwerkersoftware für Kleinbetriebe.

Weiterempfehlung aus Überzeugung

Mitarbeitende zu finden, ist für das Folienzentrum schwer. „Wir haben schon mal Mitarbeiter gesucht, aber es ist ganz schwierig, jemanden zu finden“, sagt Muntsch. Damit ist das Folienzentrum nicht allein: Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sind im Handwerk derzeit rund 250.000 Stellen offen. Deshalb arbeiten die beiden heute mit Partnerbetrieben zusammen, die sich gegenseitig aushelfen und auf Rechnung abrechnen. Findet sich die richtige Person, wollen sie einstellen.

Bei genau diesen Partnern sieht Muntsch, wie es ohne gemeinsame Planung läuft: „Dann ruft man an, keiner weiß Bescheid, keiner weiß, wie der Stand ist, ob schon was ausgemacht ist. Dann müssen die wieder rumtelefonieren und fragen, wer mit dem Kunden geredet hat.“ Deshalb hat sie Meisterwerk schon mehrfach weiterempfohlen. „Ich kann das jedem empfehlen. Einfach, um die Übersicht zu haben und die Kommunikation zu verbessern.“

Über den Betrieb

Das Folienzentrum Kulmbach (Jens Birner und Karina Muntsch GbR) gibt es seit Oktober 2024. Die beiden Inhaber führen den Betrieb zu zweit und folieren Fahrzeuge für Privat- und Firmenkunden. Außerdem fertigen sie Schilder, Aufkleber, bedruckte Textilien und Banner. Meisterwerk nutzt der Betrieb seit rund einem Jahr für Planung, Aufträge und Fotodokumentation.

 

Häufige Fragen